Kopfüber in den unwiderstehlichen Orbit


Die Dauerbeballerung mit Information ist betäubend, verlangt gleichzeitig aber nach verschiedensten Formen der Anästhesie. Mohn, Alraunen, Alkohol oder Bilsenkraut werden zur Betäubung genutzt. Gegner der Anästhesie sagen der Schmerz sei unabdingbar für einen Heilungsprozess.
Grit Wagner, Janne Gregor und Mary Wigman beschwören die Entschleunigung. In den 50er Jahren zählte das „aus dem Fester schauen“ zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Astrid Lindgren propagiert das „an die Decke schauen“.
Wir sehen nicht ein wieso die Entscheidung zwischen Betäubung oder Schmerz liegen sollte, wenn doch eine Eigenschaft des Lebens sein muss, dass es in genussvoller Bewegung stattfindet.
Es liegt ein großes Leistungspotenzial in der Leistungsfreiheit. In Comics erzählt sich die Geschichte in der Lücke zwischen den Bildern. Grit Wagner und Janne Gregor behaupten zehn Minuten zusammen die Lücke. Die Zuschauer können die zwischen die Augenlieder geklemmten Streichhölzer für zehn Minuten beiseitelegen und in der Lücke lesen.
Wer Information will, soll sich an die Polizei wenden.

mit: Janne Gregor und Grit Wagner

Regie: Daniel Wittkopp
Choreographie: Janne Gregor