HARVEY – Hase der Angst

Heute sehen wir: HARVEY – HASE DER ANGST ¹

Unschwer zu erraten: Der Hase der Angst ist in der Stadt. Harvey fordert zum Tanz. Zieht die Schüchternen hinter den Schränken hervor, attestiert Harvey absolutes Gehör!

„Es gibt keinen Anfang, da es schon angefangen hat.“

Wir wickeln eine der ältesten Geschichten seit Anbeginn der Menschheit aus. Es ist eine der merk-würdigsten Geschichten, die je erzählt wurden.

Sie könnte Sie mit Abscheu erfüllen.
Sie könnte Ihr Entsetzen verursachen.
Sie könnte Sie zutiefst erschüttern!

Harvey tritt vor den Theatervorhang, der nur einen kleinen Ausschnitt verdeckt und so gleichzeitig die Sicht auf den größeren Ausschnitt erlaubt und fordert aggressiv zum Spiel auf. Die Zuschauer wurden schließlich eingangs gewarnt. Es bestand die Möglichkeit zu gehen. Nun ist die Tür zu und der Hase der Angst nimmt das Zepter in die Hand.

Die Angst herrscht. Den einen Fuß vorgestellt und die Hand in der Hüfte, steht sie da wie Louis XIV.

Jammer, Schauder und Menschenfreundlichkeit.

Der Hase der Angst sitzt auf Deiner Bettkante, wenn Du schläfst und schaut Dich an. Er gießt Deine Füße in Beton, er drischt drauf los, wenn er jemanden am Boden sieht. Ihm ist es ganz egal, wenn die Person ein weiblicher Brillenträger ist. Er mag die Ultrabrutale.
Der Körper ist immer drastisch und der Tanz, als Bewegung um seiner selbst willen, die reinste Form des Spiels. Harvey will tanzen.
Gern, Msjö. So soll es sein.

Achtung! Attention! Attenzione! Uwaga!
Keine Tüte über den Kopf stülpen! Erstickungsgefahr!

 

 

[1] ACHTUNG:     Die Administration ist an uns herangetreten und hat uns nahe gelegt bezüglich dieser Aufführung zumindest ein freundliches Wort der Warnung an Sie zu richten. Wenn Sie also Ihre Nerven den Belastungen der Aufführung nicht aussetzen möchten, bleiben sie lieber zuhause. Auf jeden Fall haben wir Sie gewarnt.

es spielen:

Joao Victor Toledo – Harvey, Hase der Angst
Janne Gregor – die Halbtote
Grit Wagner – Virginia Wagner
Der tote Fisch – als er selbst

Konzept/Regie: Daniel Wittkopp
Choreographie: Janne Gregor
Kostüm: Josephine Berger
Maske: Lena Hille